Dalking - Gleißenberg

Pfarramt St. Peter und Paul
Dalking
icon_handy_15x2609977/208 FaxFax 903955
Dalking
Pfarrer-Reitinger-Straße 4, 93495 Weiding
E-Mailpfarramt.dalking@t-online.de
www.pfarrei-dalking.de

Pfarramt St. Bartholomäus
Gleißenberg
icon_handy_15x2609975 / 286 – donnerstags

H.H. Franz Merl, Pfarrer
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Frau Silvia Fuchs, Gemeindereferentin
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Gleißenberg feierte Pfarrpatrozinium

8/23/2015

Gleißenberg.

Am Sonntag feierten die Gläubigen das Patrozinium der Kirche St. Bartholomäus in Gleißenberg, einer der ältesten Pfarreien nahe der tschechischen Grenze. Erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1262, dürfte die Kirche und somit die Ortschaft Gleißenberg sehr viel älter sein. Die Kirchen, welche einen Apostel zum Patron haben, gehen meist in eine alte Zeit zurück. Das Gleiche gilt auch für Gleißenberg, wo die Kirche dem Apostel Bartholomäus geweiht ist. Der Bartholomäustag wird im "katholischen" am 24. August gefeiert. „Barthel“ (eingedeutschte Form von Bartholomäus) galt den Bauern und Schäfern schon immer auch als traditionelles Ende des Sommers. Er markierte das Ende der Getreideernte und den Beginn der Aussaat für das nächste Jahr. Wie wichtig dieser Tag war, bezeugen auch einige Bauernregeln, welche sich auf diesen Tag bezogen. So zum Beispiel: "Bleiben Störche nach Bartholomä, kommt ein Winter, der tut nicht weh".

Der Legende nach soll Bartholomäus in Indien, Mesopotamien und vor allem in Armenien gepredigt haben, wo er auch das Martyrium erlitten haben soll. Astyages, ein Bruder des armenischen Herrschers Polymios, soll den Befehl gegeben haben, ihm bei lebendigem Leibe die Haut abzuziehen und ihn anschließend kopfunter zu kreuzigen. Andere Quellen berichten von einer Enthauptung des Heligen. Nach späteren Legenden wurde der Sarg mit seinem Leichnam an der Insel Lipari bei Sizilien angespült, wo man ihn auch bestattet habe. Über seinem vermutlichen Grab wurde eine Kirche errichtet, die 831 die Sarazenen zerstörten. In der Urkirche war es zunächst Brauch, am Grab eines Heiligen dessen Beistand zu erflehen. Der mittelalterliche Reliquienkult ermöglichte eine Vervielfachung sowie eine lokale Verlagerung durch den Transport der als heilswirksam angesehenen Substanzen. So wurde es möglich, Kirchengebäude an einem beliebigen Ort in einem feierlichen Weiheakt mit einer Reliquie zu versehen und damit einem Patrozinium zu unterstellen. Die Reliquie wurde in der Regel in eine Aussparung des Altars eingefügt.

Nach der Eucharistiefeier waren die Gottesdienstbesucher noch zu einem kleinen Stehempfang geladen, welcher vom Pfarrgemeinderat organisiert wurde.

Patrozinium Gleißenberg