Dalking - Gleißenberg

Pfarramt St. Peter und Paul
Dalking
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Dalking
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Pfarramt St. Bartholomäus
Gleißenberg
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H.H. Franz Merl, Pfarrer
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Frau Silvia Fuchs, Gemeindereferentin
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Jeder trägt Verantwortung für die Schöpfung

3/1/2016

Dalking.

Der Pfarrgemeinderat Dalking hat in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung zu einem ganz besonderen Vortrag in den Mehrzweckraum eingeladen. Thema des Abends war die Papst-Enzyklika „Laudato si“.

Referenten waren Diözesanlandvolkpfarrer Christian Kalis und Franz Zollner, Leiter des Zukunftsbüros und der Kreiswerke in Cham. Unter den vielen interessierten Zuhörern weilten auch Michael Neuberger, Geschäftsführer der KEB Cham und Robert Kurzmann vom Bund Naturschutz.

Der gut besuchte Vortrag begann mit Musik aus dem „Sonnengesang“ des Heiligen Franz von Assisi, untermalt mit den passenden Bildern. Mit der Enzyklika, die im Juni 2015 noch vor der Weltklimakonferenz veröffentlicht wurde, spreche der Papst nicht nur die Katholiken an, sondern „alle Menschen auf der Erde, die guten Willens sind“, so Referent Christian Kalis.

Das Werk „Laudato si“ (heißt: Gelobt seist Du) beinhalte vor allem die Sorge um das gemeinsame Haus, unsere „Mutter Erde“. Angesichts fortschreitender globaler Umweltzerstörungen sei es an der Zeit, umzudenken. Es reiche nicht, Regeln aufzustellen, es müsse sich auch das Bewusstsein jedes Einzelnen ändern. Hier sei christliche Spiritualität gefragt. Papst Franziskus kritisiere vor allem die Ausbeutung der Erde, die soziale Ungerechtigkeit und Armut, sowie ein verlogenes Wirtschaftssystem. Es müsse uns Menschen bewusst werden, daß wir Teil der Erde sind und auch unweigerlich mit dem Planeten und seinem Schicksal verbunden sind.

Die Mutter Erde, die uns trägt, ernährt uns schließlich auch, betonte Landvolkpfarrer Christian Kalis. Eine ganzheitliche Ökologie sei zum Beispiel in Kapitel 4 der Enzyklika gefordert: Das Klima ist ein Gut von Allen für Alle. In Kapitel 5 gebe es Leitlinien für Orientierung und Handeln, eine Neuausrichtung des Lebensstils und den achtsamen Umgang mit den Ressourcen. Eine ökologische Erziehung junger Menschen zu einem Bündnis zwischen Menschheit und Umwelt sei daher ein wichtiger Schritt zum verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung, so Referent Kalis.

Franz Zollner, Leiter der Kreiswerke, zog in seinem Referat Verbindungs-linien zum Klimaschutz und Umweltverhalten im Landkreis. Nach seinen Worten müsse die Nachhaltigkeit Priorität haben. Die fossilen Energieträger machte Franz Zollner überwiegend verantwortlich für den Treibhauseffekt. Die Nutzung erneuerbarer Energien (Wasserkraft, Biogas, Sonneneinstrahlung und Erdwärme) bringe CO2-Einsparungen.

Franz Zollner forderte auch ein Umdenken bei Klima, Energie, Wasser und Müll. Das Wasser, die Lebensgrundlage des Menschen, sei der meistbedrohte Rohstoff auf der Erde. Zollner nannte als Beispiel, daß nur etwa 0,1 Prozent der Wasservorräte als Trinkwasser nutzbar sei. Zuviel kostbares Wasser werde heutzutage sowohl privat als auch gewerblich verschwendet. Ein großes Problem sei auch die Vermüllung der Erde (3,5 Mio. Tonnen weltweit pro Tag).

Die Recycling-Bilanz des Landkreises könne sich nach Aussage von Kreiswerke-Chef Franz Zollner dagegen sehen lassen: Die Quote der stofflichen Verwertung liege bei 76 Prozent. In seinen Schlußworten teilte Franz Zollner die berechtigte Sorge des Papstes um unseren gemeinsamen Planeten. Übermäßiger Verbrauch von Rohstoffen und Energie, Verunreinigung der Umwelt und Gewässer und Vergeudung von Trinkwasser müsse in Verantwortung für unsere Nachwelt gestoppt werden.

Am Ende der Veranstaltung dankte Pfarrgemeinderat Hans Ascherl den beiden Referenten mit einem kleinen Präsent.   

Vortrag Dalking Pfarrgemeinderat 2016-03-01