Dalking - Gleißenberg

Pfarramt St. Peter und Paul
Dalking
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Dalking
Pfarrer-Reitinger-Straße 4, 93495 Weiding
E-Mailpfarramt.dalking@t-online.de
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Pfarramt St. Bartholomäus
Gleißenberg
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H.H. Franz Merl, Pfarrer
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Frau Silvia Fuchs, Gemeindereferentin
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Pfarrgemeinde Gleißenberg verabschiedet Pfarrer Franz Baumgartner

8/23/2014

Gleißenberg.

Am Samstag kam dann der fulminante und an´s Gemüt gehende Abschied der Pfarrei Gleißenberg/Lixenried. Ehrengäste, Vereinsabordnungen und die Bevölkerung aus Lixenried, Ried und Gleißenberg hatten sich vor dem Pfarrheim eingefunden, um bei der großen Abschiedsfeier dabei zu sein. Gemeinsam zog man dann in die Pfarrkirche St. Bartholomäus ein. Pfarrgemeinderatssprecherin Gaby Bierl begrüßte ganz besonders Pfarrer Baumgartner, Pfarrer Kata, MdB Karl Holmeier, MdB a.D. Klaus Hofbauer, Bgm. Josef Christl, Bgm. Sandro Bauer, Bgm. Markus Ackermann, alle anwesenden Gemeinderäte, Vereinsabordnungen und alle Gläubigen.

In einer sehr persönlichen Predigt meinte Pfarrer Baumgartner: „Abschied ist ein bisschen wie sterben“. „Wenn ich heute von Ihnen Abschied nehme, dann tue ich es in Dankbarkeit, mit einem schlichten „Vergelts Gott“. Denn ich durfte Bestätigung dessen erfahren, für wen ich gehe“, so Pfarrer Baumgartner. Er zitierte dabei eine Erzählung von Martin Buber, einer Begegnung von einem weisen Mann und einem Wächter. Der Weise fragte den Wächter: Für wen gehst du? Dieser gab ihm genaue Auskunft. Darauf der Wächter: Und für wen gehst du? Betroffen und in Gedanken versunken fragte der Weise den Wächter nach einer Weile: Willst du mein Diener sein? Gern, antwortete der Wächter. Aber was muß ich Tun? Mich immer wieder daran erinnern, für wen ich gehe. Pfarrer Baumgartner zitierte seinen Primizspruch: „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“. Dieser Psalmtext sei ihm so sehr ans Herz gewachsen, daß er Zeugnis von dem ablegen würde, für den er gehe. Er liebe seinen Beruf, weil er eine unbeschreibliche Liebe zu Gott spüren würde und zum andern, weil er mit und unter den Anwesenden hätte leben dürfen. In Freud und in Leid. Daß sie nun getrennte Wege gingen, das fiele ihm schwer. Denn sie seien ihm vertraut geworden und Vertrautes gebe man nicht so leicht auf. Das Vertrauen, das er in sie und in Gott, für den er ginge,  gesetzt hätte, wäre nicht enttäuscht worden. Am Ende des Gottesdienstes richteten Pfarrgemeinderatssprecherin Gaby Bierl und Kirchenpfleger Josef Mayer noch ein paar Worte an alle Anwesenden und an Pfarrer Baumgartner. Sie blickten mit ein paar Worten zurück auf sein Wirken und sagten ebenfalls ein ganz herzliches „Vergelts Gott“.

Bürgermeister Christl dankte in seinem Grußwort ebenfalls, wünschte ihm alles Gute und bat ihn um eine Unterschrift beim Eintrag ins Ehrenbuch der Gemeinde. Über die Unterschrift schrieb er noch den Spruch: „Abschied ist ein bisschen wie sterben“. Am Ende der Grußworte dankte auch Helmut Bierl im Namen der Vereine ihrem scheidenden Pfarrer. Als besonderes Geschenk bekam Pfarrer Baumgartner eine wunderbare Albe von allen Vereinen und kirchlichen Gruppierungen überreicht. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatte der Gleißenberger Kirchenchor unter der Leitung von Antonia Wutz und Regionalkantor Wolfgang Kraus an der Orgel gesorgt.

Nach dem Festakt begaben sich alle Gäste in den Pfarrhof, wo in einem gemütlichen Beisammensein und einigen Überraschungen der Abschied gefeiert wurde. Mit Sketchen und selbst getexteten Liedern überraschten kirchliche Gruppierungen und einige weltliche Vereine ihren Pfarrer. Zuerst sangen die Senioren, von den Minis bekam er jeweils eine Sonnenblume, dann sang der Gleißenberger Chor und der Pfarrgemeinderat Lieder, jeweils mit einem persönlichen Bezug auf Pfarrer Baumgartner. So dichtete der Pfarrgemeinderat verschiedene Texte zu einem Potpourri mehrerer Lieder. Da er beispielsweise jeden Montag seiner Mutter in der Nähe von Straubing einen Besuch abstattete, dichteten sie unter anderem zur Melodie von „Schön ist auf der Welt zu sein, …“ einfach „Wo bin i, seh koa Autobahn, muß a´dreiviertel Stund fahrn bis zur Autobahn, …“. Dann gab der KDFB  ein Quiz zum Besten, gefolgt von zwei Liedern und einem Sketch des Lixenrieder Kirchenchores. Der Auftritt der  Rockplattler brachte nicht nur Pfarrer Baumgartner in Stimmung, auch die Gäste ließen sich von der außergewöhnlichen Darstellung mitreissen. Nach einem weiteren Lied des Gleißenberger Kirchenchores folgte das Wasserfeuerwerk der Visamstoderer, das mit Bildern (auf einer Großleinwand) und einer sehr stimmungsvollen Musik umrahmt wurde. Nicht wenige der anwesenden Gäste mußten hierbei die eine oder andere Tränen wegwischen. Ob auch Pfarrer Baumgartner sich mit den Tränen beschäftigen mußte, kann man nicht sage, da er eine ganze Weile nicht mehr aufzufinden war.

Dieser Abschied von Pfarrer Baumgartner war ein ungleichbares und persönliches Abschiedsgeschenk und wird nicht nur ihm, sondern auch der Bevölkerung Lixenrieds, Rieds und Gleißenbergs unvergeßlich bleiben.

Abschied Pfarrer Baumgartner Glbg 005 Blumenteppich vor der Kirche Abschied Pfarrer Baumgartner Glbg 074 Kirchenzug
Abschied Pfarrer Baumgartner Glbg 092 Pfarrer Baumgartner kurz vor dem Einzug in die Kirche Abschied Pfarrer Baumgartner Glbg 096 Kirchencho Gleißenberg
Abschied Pfarrer Baumgartner Glbg 117 Blumenteppich mit dem Primizspruch vom Pfarrer Abschied Pfarrer Baumgartner Glbg 200 Eintrag ins Ehrenbuch der Gemeinde mit Ehrengästen
Abschied Pfarrer Baumgartner Glbg 222 Geschenk an Pfarrer Baumgartner Abschied Pfarrer Baumgartner Glbg 418 Rockplattler nach dem Auftritt
Abschied Pfarrer Baumgartner Glbg 296 Ministranten mit Geschenken - Sonnenblumen