Dalking - Gleißenberg

Pfarramt St. Peter und Paul
Dalking
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Dalking
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Pfarramt St. Bartholomäus
Gleißenberg
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H.H. Franz Merl, Pfarrer
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Frau Silvia Fuchs, Gemeindereferentin
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Vortrag über Friedhof- und Grabgestaltung

10/7/2015

Dalking.

Der Pfarrgemeinderat hat im Rahmen der Katholischen Erwachsenenbildung zu einem Vortrag eingeladen. Hans Ascherl, der KEB-Beauftragte des Pfarrgemeinderats, begrüßte dazu Susanne Deutschländer, Fachberaterin für Gartenkultur und Landschaftspflege beim Landratsamt Cham.

Sie referierte über Friedhof- und Grabgestaltung. Anhand von Bildern zeigte die Referentin den Zuhörern mehrere Beispiele einer stilvollen Grabbepflanzung auf. Jeder Friedhof sollte nach den Worten von Susanne Deutschländer der würdigste öffentliche Platz sein, nämlich ein Ort der Stille, des Gedenkens und des Besinnens.

Friedhöfe sind auch Plätze, die eine regional verankerte Trauerkultur bergen. Gerade in einer Zeit, in der die Kommunen zunehmend vor der Herausforderung stehen, neue Bestattungsformen in die Gestaltung ihrer gewachsenen Friedhofskultur zu integrieren. Baumbepflanzungen auf dem Friedhof stoßen oftmals auf Kritik. Dabei seien Bäume Symbole für Standfestigkeit, Vergänglichkeit und Wiederauferstehung. Der Kreislauf des Werdens und Vergehens gehöre auch so zum Friedhof. Nach den Worten von Kreisfachberaterin Susanne Deutschländer wirken grüne Friedhöfe tröstend und würdevoll. Die Gestaltung und Pflege der Friedhöfe und Gräber sei ein Zeichen für die Achtung des Glaubens und der christlichen Tradition.

Die Referentin betonte auch, daß bei der Wahl des Grabsteins bedacht werden sollte, daß vor Gott alle Menschen gleich sind. Ein pompöser Grabstein sei nicht gleichbedeutend mit der Bedeutung des Verstorbenen. Dagegen sei oftmals der Grabstein ein Denkmal, auf dem persönliche Erinnerungen im wahrsten Sinne des Wortes für die Ewigkeit „in Stein gemeißelt“ werden.

Bei der Bepflanzung eines Grabes können raumbildende Gehölze gesetzt werden wie Buchs, Lorbeer, Eibe oder auch Strauchrosen. Als Dauerbepflanzung eignen sich Immergrün, Efeu oder Sternmoos. Für eine Wechsel-bepflanzung passen viele Balkon- und Beetpflanzen. Susanne Deutschländer erwähnte auch die christliche Symbolik vieler Pflanzen wie Veilchen, Akelei oder Pfingstrosen. Die Referentin erwähnte auch, dass neben der herkömmlichen Sargbestattung immer öfter das Urnengrab gewählt werde.

Hier ist für die Angehörigen die Möglichkeit der Trauerarbeit mit einer kleinen Bepflanzung eher gegeben als an einer Urnenwand, die oft kahl und damit weniger tröstlich wirkt. 

Die Gestaltung eines Friedhofs ist ein Zeichen für die Achtung der Toten und des Miteinander aller Bewohner eines Ortes. Gräber seien Spiegelbilder der dörflichen und christlichen Gemeinschaft. Daher sei es Aufgabe sowohl der Kommunen als auch aller Grabbesitzer, die Friedhöfe würdig zu gestalten, so abschließend Kreisfachberaterin Susanne Deutschländer.

Susanne Deutschländer LRA Cham Vortrag